König Artus
Shownotes
Bis heute tragen alle englischen Könige und Thronfolger den Beinamen Arthur, abgeleitet von König Artus. Hat der wirklich gelebt? Wenn ja, welche Belege gibt es dafür? Und wenn nein: Warum erfreut sich die Artus-Sage durch die Jahrhunderte, bis heute, solcher Beliebtheit? Was ist der Kern der Erzählung, der die Geschichte vom gerechten, starken Herrscher so populär gemacht hat? Welche Rolle spielt der Mönch Geoffrey von Monmouth und seine Historia Regum Britanniae? Welche der Schriftsteller Chrétien de Troyes? Und was sagen Historiker heute zu König Artus, was ist Stand der Forschung?
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00:00:05: Fake-History.
00:00:04: Lügen, Legenden,
00:00:06: Irrtümer der Geschichte
00:00:09: mit Helmut Remsen und Matthias Frank.
00:00:14: Mathias welche Lüge knüpfen wir uns denn heute vor?
00:00:17: Na Helmut ich vermute eine die viele kennen und wahrscheinlich ebenso viele glauben.
00:00:22: Dann wird es Zeit sie gerade zurück.
00:00:29: Titel des heutigen Podcasts König Artus historischer Held oder literarische Erfindung.
00:00:42: Du hast gesagt, lass uns diesen König Arthus vornehmen.
00:00:46: Warum eigentlich?
00:00:47: Was ist da besonders oder warum hältst du den gerade für besonders geeignet?
00:00:51: Mit dem König Artus können sehr viele Leute was anfangen.
00:00:54: Es gibt Filme dazu es gibt Bücher dazu.
00:00:58: wir werden in unserer Geschichte erzählen dass die englischen männlichen Thronfolge alle diesen Namen dann eben im Arter tragen und er steht beispielhaft dafür wie eingebettet in eine wirkliche historische Situation, die belegbar ist.
00:01:16: Wo es zu viele Quellen gibt dann eine Person entsteht ein Mönch.
00:01:23: Jeffrey Monmaus schreibt an diese Geschichte und erfindet eben diesen König.
00:01:29: Und warum er diesen König erfunden hat und welche Bedeutung hat, das wollen wir in dieser Folge erzählen.
00:01:34: Der steht sozusagen ein bisschen beispielhaft wie aus wahrer Geschichte dann einen Mythos entsteht der mit der wirklichen Geschichte nichts mehr zu tun hat.
00:01:44: Ich hoffe,
00:01:44: du hast jetzt nicht schon zu viel verraten.
00:01:47: Denn ja das wollen wir genau klären.
00:01:49: wer war dieser Mann?
00:01:50: Dieser König Arthus?
00:01:52: hat er existiert?
00:01:54: ist eine großartige Erfindung und du auch schon angedeutet.
00:01:57: Das ist mir vorher ehrlich gesagt nie aufgefallen weil da werden ja nicht immer alle Namen genannt.
00:02:02: aber bis heute tragen alle englischen Könige und Thronfolger den Beinamen Arthur also Artur abgeleitet offenbar eben von jenem Arthaus.
00:02:14: Die Artus sage, du hast dich da ja tief eingearbeitet in die Geschichte.
00:02:18: Ich sehe die große Tafel und ich höre natürlich Schwerterklingen!
00:02:22: Ja aber wir müssen nochmal die entscheidenden Stichworte für König.
00:02:26: Artus war sozusagen der gerechte ein Held dem man in seiner Erzählung auch noch mit einem magischen Schwert das der Namen Excalibur druck ausgestattet hat.
00:02:38: er ist der Herr des sagenhaften Hofes Kemmelot.
00:02:42: Und jetzt du hast gefragt wer dieser Mensch wirklich war.
00:02:45: Hat er überhaupt existiert?
00:02:47: Ist er eine Erfindung?
00:02:48: Lass uns kurz schauen, die ganze Geschichte spielt in Europa im elften Jahrhundert und in dieser Welt des Elfneres war was Großbritannien betrifft eine Welt der Unruhe.
00:03:01: Es war um es mein Bild zu sagen Eine nebligere Welt!
00:03:05: Es gab Burgen- und Schlachtfelder Während Könige um die Macht kämpften und Kirche darf man nicht vergessen, das Denken beherrschte.
00:03:15: Erzählten Baren von einem Herrscher – da sehen wir bei Arthus – der größer war als die Geschichte selbst eben Artus?
00:03:24: Und offensichtlich eine unsterbliche Geschichte.
00:03:27: also für mich war besonders spannend war der Vorbereitung dass diese Artusgeschichte ja nicht Tor zu kriegen ist und ausgerechnet immer dann hochkommt oder auf der Bildfläche erscheint, wenn es Zeiten politischer Unsicherheit gibt.
00:03:41: Oder ist das ein Zufall?
00:03:42: Genau!
00:03:42: Das ist kein Zufalls.
00:03:44: Diese Figur diese Erfindung dieser Artusfigur die eben dieser Mönch Jeffery Mannmans erfindet Die soll ja quasi zeigen Er ist in der Lage, die Verhältnisse zu befrieden.
00:03:58: Er isst den Friedensfürst.
00:04:01: Der, der die Unruhe beseitigt und wieder alles vereinigt.
00:04:05: Und deswegen wird er so einer Idealfigur ein Freiheitskämpfer und der die Spur zeigt eben im Nebel dieser Geschichte.
00:04:17: Fangen wir mal ganz vorne an und machen dazu einen Sprung ins zwölfte Jahrhundert denn da liegt ja offenbar der Ursprung aller dieser modernen Artus-Romane oder Filme, die wir vielleicht schon alle gesehen haben.
00:04:30: Die haben alle einen Uruhrgeber
00:04:33: und da will ich dir vorlesen – das habe ich mir aufgeschrieben wie eben so ein Artus Roman beginnt mit folgenden Worten Es ist mein Vergnügen meine durchaus höhrenswerte Geschichte über den König erzählen zu können dessen Ruhm so groß war, dass die Menschen in aller Welt noch immer von ihm sprechen.
00:04:58: Und diese höhrenswerte Geschichte spielt eben im fünften und sechsten Jahrhundert in Britannien – dem heutigen Großbritannien!
00:05:07: Der alte König User Pentagon war gestorben und das Land war ohne Herrscher, ohne Fürsten, ohne jemanden der das Land
00:05:17: führt.".
00:05:17: Land ohne König geht natürlich gar nicht, also es brauchte einen neuen und die Königsuche begann.
00:05:24: Es wurde dazu ja ein Wettbewerb ausgerufen, Flapsich gesagt lief da sowas wie die Castingshow Britons Next King oder?
00:05:33: Wenn es das damals im Mittelalter, im Frühjahr gegeben hätte würde man das genauso nennen.
00:05:38: Und es war so!
00:05:39: Die Ritter kamen aus dem ganzen Land nach Westminster zusammen haben sich dort versammelt und einer von ihnen soll am Ende dann der König werden.
00:05:50: Und wie hat man das ermittelt?
00:05:52: damals?
00:05:53: nicht durch eine Wahlurne, sondern im ritterlichen Wettstreit?
00:05:57: Ah es musste gekämpft werden ist doch klar!
00:05:59: Und einer der Kandidaten war ein gewisser Sir Kay, er will sich gerade auf der Burg für den Schwertkampf parat machen aber verfliegst.
00:06:10: Das Schwert ist weg.
00:06:11: Sein fünftzehnjähriger Pflegebruder hat dummerweise dieses Schwert irgendwo vergessen und der Junge wird jetzt ganz schnell in die Stadt geschickt und soll es bringen, ein prachtvolles Schwert natürlich das allerdings einen kleinen Schönheitsfehler hat vielleicht doch einen großen Schönheitsfehlern.
00:06:29: Es steckt nämlich tief in einem Steindrecher.
00:06:31: Da
00:06:31: merkt man schon diese sagenhafte Geschichte, ein Schwert das im Stein steckt und das wird dann nur erzählt um es jetzt sozusagen die Geschichte aufzulösen.
00:06:41: denn dann geht dieser von dir gerade erwähnte fünfzehnjährige Bängel hin wo das Schwert im Stein steht geht mit der rechten Hand hin und zieht es mühelos heraus als wäre der Stein aus Butter.
00:06:54: Ja lass mich raten Der Name dieses Wunderknaben war eben unser Artus.
00:06:58: Ja, da hast du jetzt die volle Punktzahl schon am Anfang erreicht.
00:07:02: in der Tat Es war Artus und die Ritter lesen dann eine Endschrift.
00:07:07: Ich zitiere Wer dieses Schwert herauszieht wird der rechtmäßige König Britannien sein.
00:07:15: Und so beginnt eine der größten Legenden der Menschheitsgeschichte ich glaube das kann man so sagen
00:07:22: und vielleicht auch schon der Spoiler denn Ein Stein aus Butter, das ist ja eher schon mächtig nach Legende klingt und nicht nach historischer Wahrheit.
00:07:32: Heute würde man sagen, es ist ein Supermarket-Hingku.
00:07:35: Wir kommen noch drauf!
00:07:37: Vielleicht nochmal zur Einordnung Matthias?
00:07:39: Wie müssen wir uns dieses Britannien im frühen Mittelalter vorstellen?
00:07:43: Ich glaube, ich habe das schon erwähnt zurückgehend in das fünfte Jahrhundert.
00:07:48: Wie sah die Welt in Britannia aus?
00:07:50: Die Römer ziehen zu dieser Zeit aus Britanniens ab Sie hinterlassen ein Machtmarkum.
00:07:57: Und immer wenn ein Machtmakum entsteht, gibt es natürlich Streitereien unter denen die vorher sozusagen unterworfen waren und die lokalen Stämme bekämpfen sich.
00:08:09: Aus dem Ostendring.
00:08:10: Germanische Stämmer auf der Insel vor Angeln, Sachsen, Friesen und Jüten kamen aus dem heutigen Norddeutschland, aus Dänemark und besiedelten eben den Teil, den wir heute Großbritannien oder England nennen.
00:08:27: Wales, Schottland Cornwall alles Provinzen in England blieben überwiegend unter römisch-brettonischen Einfluss.
00:08:37: also das ist ein bisschen Französisch von der Britannie deswegen das Wort Bretonisch.
00:08:43: Und dann soll es laut britischen Chroniken aus dem frühen Mittelalter einen Anführer gegeben haben, der seine zerstrittenen Landsleute vereinte und diese wenn ich es mir richtig aufgeschrieben habe in zwölf Schlachten gegen die Invasoren siegte.
00:09:02: Und in diesen von mir eben erwähnten Schriften wird dieser Held Artorius anderen nennen ihn Ambrosius und manche eben schlichtweg Arta genannt.
00:09:16: Daher kommt dieser Name.
00:09:17: Das
00:09:18: hieße aber, da sind wir nicht mehr bei Legende.
00:09:20: das wäre jetzt dann doch gesicherte Geschichte oder?
00:09:24: Also gesichert würde ich mal ein fettes Fragezeichen dahinter setzen.
00:09:29: ja ist eher nicht.
00:09:30: Aber was halt real war die Sehnsucht nach einem starken Anführer der die Lage beruhigt den Frieden bringt.
00:09:41: Und wir müssen, um das zu erklären jetzt einen Zeitsprung machen.
00:09:45: Wir gehen fünfhundert Jahre weiter in das Jahr ... ... und das war ein ganz entscheidendes Jahr für England.
00:09:53: Genau!
00:09:54: Da klingelt irgendwas aus dem Geschichtsunterricht bei mir.
00:09:58: Es gab schon wieder einen toten König und es wurde mal wieder ein Nachfolger gesucht.
00:10:03: Und
00:10:04: jetzt sehen wir eine wahren Geschichte Etwat der Bekenner, König von England stirbt am fünften Januar, in London.
00:10:15: Und jetzt kommt es kurz darauf, leuchtete ein Komet am Himmel.
00:10:21: Viele werden ihn kennen.
00:10:22: Der Halleische Komet wie wir heute wissen und er zog über den Himmel Westeuropas.
00:10:29: Jetzt muss man sagen sind ja Mittelalte für die Menschen des Mittelalters waren himmelszeichen, göttliche Zeichen.
00:10:38: das heißt Es ist ein Ohmen wahrscheinlich für eine bevorstehende politische Krise, so hat man das gedeutet.
00:10:47: Ich habe das in einer angelsächsischen Chronik des elften Jahrhunderts gefunden diesen wunderbaren Satz dann sind keine Kometen am Himmel zu
00:11:02: sehen.
00:11:03: Ja, aber er war natürlich kein Battler.
00:11:05: Er war ja König Edward.
00:11:07: Aber der hatte auf dem Sterbebett noch den Grafen Harrod Gotwinson einen adligen Dänischer Herkunft als seinen Nachfolger benannt, der sich ganz schnell zum König Krönen ließ.
00:11:22: Aber müssen jetzt wieder in die Geschichte zurückkehren?
00:11:25: Vom europäischen Festland aus schielte schon Ein anderer auf den englischen Thron, nämlich Wilhelm der Herzog der Normundie.
00:11:36: Der später den Beinamen – da hören wir schon Leuten der Oberer erhalten sollte, William the Conqueror.
00:11:43: Genau!
00:11:43: Das war das was in den Jahr tenzehntsechzig bei mir klingelte ein normalischer Mönch.
00:11:49: also das muss eine ziemlich eindrucksvolle Gestalt gewesen sein.
00:11:52: Ein normalischer Mensch hat diesen Wellhelm so beschrieben, zitiere einen Kräftiger Krieger mit rauer Stimme und hohem aber nicht plumpem Wuchs.
00:12:04: ob er saß oder stand?
00:12:05: Er war majestätisch trotz seiner außerordentlichen Beliebtheit.
00:12:11: Ja, jetzt muss man sagen wir leben ja in einem Zeitalter von Fake News.
00:12:14: auch das ist ja ein Grund dass wir sagen Wir müssen die Wahrheit erzählen.
00:12:19: deswegen haben das Fake History genannt und dieser Wilhelm der Conquerer hat seinen Anspruch auf den Thron auch mit einer fetten Lüge unterfüttert.
00:12:29: er hat gesagt naja Er wurde vom Edward dem Bekenner Jahre zuvor sozusagen zu seinem Nachfolger nannt.
00:12:37: reine Erfindung historisch nicht belegbar.
00:12:40: Also William the Conqueror war bei mir wahrscheinlich nicht nur bei mir eben Schulstoff auch in Englisch, denn die Eroberung Englands, die durch diesen Erbfolgestreit ausgelöst wurde.
00:12:52: Die gehört ja wirklich zu den einschneidenden Ereignissen in der Geschichte des Landes.
00:12:57: Vielleicht musst du noch ein bisschen Hintergrund liefern Matthias.
00:13:00: Dieses England im elften Jahrhundert also wir haben vorhin das fünfte Jahrhunderte uns angeguckt.
00:13:05: wie sah es im elften Jahrhunderthaus?
00:13:07: Wir müssen
00:13:08: uns die Insel
00:13:08: da
00:13:09: vorstellen.
00:13:09: schon erzählt, welche Stämme das aus Norden, die Dänien und so weiter kam.
00:13:13: Das heißt im elften Jahrhundert, wenn man es mal etwas einfach sagt kann man sagen England war quasi eine skandinavische Provinz denn es war beherrscht von Wikingen, die aus Dänemark, aus Norwegen und aus dem Baltikum kamen.
00:13:31: Die Wikinger waren Brutaler Oberer, das muss man sagen.
00:13:35: Wir werden eine eigene Folge dazu machen.
00:13:38: Sie kam mit ihren schnellen Drachenboten und hatten eben bereits Teile Nord Europas kontrolliert besetzt geplündert usw.
00:13:48: Und erst durch diesen Feldzug Wilhelms des Eroberes wurde England wieder Teil des lateinisch geprägten Mittelalters.
00:13:57: er kann ja aus Frankreich rüber ist entstand sozusagen Damit mit dieser Eroberung auch eine neue Kultur.
00:14:06: Und Kultur verändert eben auch die Sprache.
00:14:10: Das heißt, es kam aus dem Lateinischen wurde gemischt mit germanischen Dialekten und so weiter... ...und mit dem in Nordfrankreich üblichen Vulgeer-Lateinen.
00:14:21: Und das war, wenn man diese Mix war sozusagen der Vorläufer des heutigen Englischs.
00:14:28: Lass dass die Englische Lehrer nicht hören!
00:14:30: Der Vorgänger des englischen Vulgerlatein war.
00:14:34: Aber es scheint ja so zu sein, wie kam denn dieser Willem überhaupt auf die Idee Englern zu erobern?
00:14:40: Also was waren seine Interessen?
00:14:42: Wie hat der diesen Krieg gerechtfertigt?
00:14:44: Ja da war schon Public Relations immer dabei als ob die irgendwie eine eigene Presseabteilung haben.
00:14:50: Der hat den Nachfolger etwas wir haben ihn schon erwähnt in Herald Gottwinzen einfach schlecht gemacht.
00:14:56: das heißt reitende Boten ließen Schauergeschichten über diesen Herod-Gottwänzen verbreiten und stellten sein kleines Reich, was wie heute macht man das ja auch noch als ungristlichen Schurkenstaat
00:15:12: da.
00:15:13: Die Achse des Bösen?
00:15:14: Ja!
00:15:14: Und so gelang es Wilhelm – jetzt kommt's ganz wichtig die Päpsel spielen immer nur eine große Rolle in dieser Zeit – Papst Alexander II auf seine Seite zu ziehen.
00:15:25: Und wie macht man dass?
00:15:26: indem er sagt was mal auf.
00:15:28: wenn du mich unterstützt Dann werde ich dafür sorgen, dass die heidnischen Kulte beendet werden und die Kirche dort an Einfluss gewinnt.
00:15:38: Natürlich die katholische Kirche mit anderen Worten der Papst Alexander II.
00:15:44: Erstaunlich aktuell alles!
00:15:46: kennen wir alles von heute auch, üble Nachrede.
00:15:50: Jeder der einen Krieg anzetteln will, der muss irgendwas
00:15:53: erfinden.".
00:15:54: Ich denke am Putin, der von der Nazi-Regierung in der Ukraine gesprochen hat oder Jahrzehnte davor Präsident Busch, der damals vor dem Irak-Krieg behauptet hat – der irakische Präsident Saddam Hussein hätte Massenvernichtungswaffen, die ihm jetzt weggenommen werden müssten?
00:16:11: Ja!
00:16:14: Was wir schon erwähnt haben, das ist gleich.
00:16:16: Das macht man im Elften Jahrhundert und das macht man jetzt im Einzwanzigerhundert.
00:16:20: also da hat sich im Prinzip mit den Tricks sozusagen einfach mal eine falsche Behauptung setzen und dann etwas zu begründen nichts geändert.
00:16:29: Unser ähnlich macht es auch Willem vor fast tausend Jahren als Im Sommer in der Küste auf günstige Winde wartete, um von Saint-Valerie-en-Cro, das liegt an der normalischen Alabasterküste aus den Ärmelkanal zu überqueren.
00:16:50: Wehte an den Masten – wir haben es ja schon fast angedeutet zu einer Schiffe – das päpstliche Banner.
00:16:56: Also er wollte sozusagen sagen ich komme auch im Namen des Papstes Alexander II.
00:17:03: und dieser Überfall wurde entsprechend eben dann als Kreuzzug wieder die Ungläubigen inszeniert.
00:17:12: Das war die ideologische Rechtfertigung von Wilhelms Propaganda-Feldzug, so muss man das glaube ich sagen.
00:17:19: Framing würde man das heute nennen der Geschichte irgendwie in anderen Rahmen geben und damit natürlich auch eine rechtfertigung.
00:17:28: Wie ging diese Eroberung im Einzelnen vorsägen?
00:17:31: Ja
00:17:31: jetzt sind wir wieder ganz historisch korrekt.
00:17:35: Die Oberung Englans begann genau am August, September mit der Landung des normalischen Herzogs Wilhelm an der britischen Küste.
00:17:47: Wir wissen sehr viel darüber denn es gibt ein ganz bedeutendes Dokument das wir beide gesehen haben und zwar geht um den berühmten Teppich von Bayeux.
00:18:00: Das ist wirklich ein, ja du hast es gesagt beeindruckendes Ding.
00:18:04: Also einmal schon die Größe in Teppich der siebzig Meter lang ist und darauf aufgestickt Bilder von Rittern, von Pferden, von brennenden Häusern und natürlich – und das ist sozusagen eines der wichtigsten Punkte einer der wichtigste Punkte einem gefallenen König!
00:18:25: Die berühmteste Szene auf diesem Teppicht trägt die Inschrift Hick, Harold Rex, Interfectus est.
00:18:33: Also hier wird König Harold
00:18:36: getötet.".
00:18:37: Ich habe mir jetzt mal gerade ein Bild aufgerufen dazu um mal zu beschreiben.
00:18:41: der Teppich ist eben langs gestreckt.
00:18:45: Der Witz ist in der oberen Hälfte wie so eine Art Band sind viel Tiere Vögel Seefögel Enden Gänse würde ich auch sagen erkennen.
00:18:55: In der Mitte breiter sind die Ritter auf roten, schwarzen, braunen Pferden mit Rüstungen.
00:19:03: Und im unteren Band sind die getöteten Soldaten.
00:19:08: Die liegen quasi eben unten auf dem Boden.
00:19:11: Also ist sehr, sehr realistisch dargestellt und man kann sich vorstellen wie das damals eben tausendsechsundsechzig
00:19:18: war.
00:19:19: War das so eine Art gewebte oder gestickte Kriegsreportage?
00:19:22: Absolut!
00:19:23: So würde ich das nennen.
00:19:29: nicht nur Reportage, sondern geradezu so ein Propagandateppich.
00:19:34: Denn wenn man jetzt mal genauer hinguckt das größte dargestellte Pferd und jetzt kommt es mit dem natürlich größten Geschlechtsorgan gehört der selbstverständlich Wilhelm Dema Oberan.
00:19:47: Und jetzt mal in der Recherche Fun Fact am Rande Ein Historiker kein Spinner hat vor ein paar Jahren Penisse auf dem Teppich ausgemacht.
00:20:01: Echtundachzig davon vom Pferden, also es gab aber noch ein paar
00:20:04: andere.
00:20:06: Wo mit sich Historiker halt so beschäftigen?
00:20:09: Die Penisse sind mir ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen als ich mir den Teppi angeguckt habe in Bayeux ... Das ist schon eine Symbolik, also wer den größten hat und den längsten der schreibt die Geschichte.
00:20:22: Und er entscheidet welches Bild von einer Schacht hängen bleibt, welches in die Zukunft transportiert wird?
00:20:30: Wer als besiegter möglicherweise auch im Vergessenhalt gerät?
00:20:34: Ja und das haben Chronisten genau so formuliert und ich zitiere Er hat Burgen gebaut und die Leute unterdrückt.
00:20:44: Gerechtigkeit hat ihm gefehlt.
00:20:47: Sein armes Volk hat er gequält, der Habgier war er
00:20:51: untertann.".
00:20:52: Hm, starker Wort!
00:20:55: Den endgültigen Sieg erringt Willem in Erschlacht von Hastings.
00:21:01: In dieser Schlacht wurde das Schicksal Englerns... für die kommenden tausend Jahre besiegelt eigentlich.
00:21:07: Das heutige englische Königshaus steht mehr oder weniger in direkter Linie mit dem normalischen Eroberern aus dem elften Jahrhundert?
00:21:15: Ich glaube, wir können uns diese kleine Wiederholung leisten.
00:21:18: das zeigt ja dass man sich auf diesen idealen Herrscher der sozusagen Friedengestiftet hat so wahnsinnig gerne beruft.
00:21:27: und das ist das eben seit fast tausende Jahren alle englischen männlichen Thronvergebnissen haben.
00:21:34: Aber man will in dieser Linie stehen, das soll es ja symbolisieren, dass einer der Vornamen eben Arthur heißt.
00:21:42: Liegt da das Geheimnis möglicherweise?
00:21:44: Der Arthus sage, dass man eben in schlechten Zeiten und davon gab es natürlich auch in England viele nach diesem gerechten starken Herrscher sich sehend Gerade dann, wenn man unter Gewalt, Hunger und Willkür lebt.
00:21:59: Ist das so eine Art mittelalterliches Prinzip Hoffnung?
00:22:03: Ja!
00:22:03: Es ist ein Hoffnungs-Heilsbringer.
00:22:05: Und ... Man muss jetzt wieder in diese wirkliche Zeit zurückspringen.
00:22:10: Denn es folgt schon die nächste Königskrise.
00:22:14: Elfhundertfünfunddreißig.
00:22:16: Also rund siebzig Jahre nach der Schlacht von Hastings stirbt schon wieder ein König.
00:22:20: Gut, das ist ein Naturgemäßes, die auch sterben.
00:22:23: Das ist König Heinig I., Sein Sohn ist bei einem Schiffsuntergang ums Leben gekommen.
00:22:31: Und das habe ich mir aufgeschrieben.
00:22:34: und obwohl alle Fürsten geschworen hatten, Heinrichstochter Mathilda als Königin anzuerkennen setzt sich ein gewisser Stefan von Blois auf den Thorn.
00:22:49: Was passiert?
00:22:49: Es folgt ein achtzehn Jahre langer Bürgerkrieg Eine Zeit, die in den Geschichtsbüchern bis heute als die Anarchie beschrieben wird.
00:23:01: Warum Anarchien?
00:23:03: Burkernen führen private Kriege, die da verbrennen.
00:23:07: Es passieren Morde, die man nicht erklären kann.
00:23:11: Leute werden erpresst Der Hunger gehört zur Tagesordnung Und zeitgenössische Chronisten beschreiben diese Zeit.
00:23:20: Ich zitiere Christ
00:23:26: und seine Heiligen schliefen, mussten also die Augen vor dem Elend sozusagen schließen.
00:23:32: Und das waren ja wirklich harte Zeiten!
00:23:34: Also wenn wir mal aus der Vogelperspektive drauf gucken ... Wir sehen das Land... Die Bauern.
00:23:41: harte Fronarbeit war da zu leisten.
00:23:44: Wir sehen Städte und Märkte, ja das waren natürlich die Knotenpunkte des Handels.
00:23:50: Manchmal gaben die Städtchen auch eine gewisse Sicherheit.
00:23:53: dann gab es die Klöster also das ganze religiöse Lebenorte des Wissens und vielleicht du hast es beim Teppich von Bayeux angedeutet auch der Propaganda.
00:24:04: Und dann gab es natürlich die Burgen, die Englander den Normannen verdanken.
00:24:09: Alle fünfzig Kilometer steht da ungefähr eine Burg weil das genau die Entfernung war, die ein Reiter maximal überwinden konnte bis sein Pferd wieder Futter und Wasser brauchte.
00:24:20: Die Burgen dient der Verteidigung waren aber auch von weitersichtbar im Land Herrschafts-Symbolen.
00:24:28: Du hast ja recherchiert Matthias was das mittelalterliche Leben maßgeblich geprägt hat.
00:24:34: Das habe ich mir aufgeschrieben, weil es so wichtig ist mal zu erzählen dass das mittelalterliche Leben völlig anders war als unser heutiges Leben.
00:24:45: Das tägliche Leben hing damals im Wesentlichen davon ab in welchem Stand und in welcher Familie du hineingeboren wurdest.
00:24:56: Und das beschrieb.
00:24:58: deine Position in der Du aufgestellt warst musstest du dich bewähren und du konntest natürlich immer nur die Rechte genießen, die dieser Position zugeordnet war.
00:25:11: Das heißt es gab Rechte und es gab vor allem auch Pflichten.
00:25:17: der Grundbegriff des Mittelalters war das muss man so lateinisch sagen Ordo.
00:25:24: Das heisst die richtige.
00:25:26: vor allem aber Gott gewollte Ordnung war nicht nur die Ordnung, alles muss sauber sein und eine Ordnung.
00:25:33: Sondern es muss Gott gewollt!
00:25:36: Der Mensch war Gott unter der Ordnung und hat das auch freiwillig gemacht.
00:25:41: Jeder in seinem Platz.
00:25:43: Und dort soll er bleiben.
00:25:44: Das ist wichtig.
00:25:45: Das war so und da bleibst du.
00:25:47: Dass es dein Leben kommt auf dir Welt und am Ende stirbst du in dieser Position.
00:25:53: Alles Unglück ist danach nämlich über die Menschen gekommen weil ... So glaubte man das.
00:26:00: Altes Testament, weil Adam und Eva sich im Paradies eben nicht in diese Ordnung fügen wollten.
00:26:08: Eritus siccud deus so heißt es auf Lateinus heisst ihr werdet sein wie Gott durch diese Worte suggeriert die Schlange im Paradis Adam und Eve auf besonders hinterhältige Weise es sei möglich aus der gottgewollten Ordnung herauszutreten, so eine höhere Stellung zu erleichtern.
00:26:30: Das geht eben nicht.
00:26:32: und noch etwas kommt dazu was mich so oft beschäftigt hat in meinem Leben dass ihr Adem und Eva eben
00:26:39: nicht
00:26:40: vom Baum der Erkenntnis essen sollen?
00:26:43: Was heißt das denn wenn du nicht von Baum der Kenntnis essen?
00:26:46: das heißt du sollst Dorf bleiben Du solltest nicht wissen Und dann wissen wir, wenn man sozusagen weitergeht wie wichtig das Wissen eben machte.
00:26:56: Das ist ein wichtiger Gedanke.
00:26:58: Ja, weil wir Orte uns genauer angucken.
00:27:00: also die Ordnung sah so aus dass die Gesellschaft ist klar in drei Stände gegliedert es gab den Klierus Es gab der Nadel und natürlich das gemeine Volk das den größten Teil ausmachte.
00:27:15: aber genau in dieser Reihenfolge von oben nach unten neben Aber von diesem kleinen Grundkurs Mittelalter jetzt mal wieder zurück zu Artus, denn eigentlich wollen wir ja seine Geschichte erzählen.
00:27:27: Ja
00:27:27: ich weiß du wirst nervös schaust auf die Uhr aber... Ich bin auch sofort dabei, aber lass uns nochmal kurz wiederholen und nochmal vertiefen dass wir in einer chaotischen Zeit uns befinden
00:27:40: wie von
00:27:42: Scharmmützeln geprägt ist.
00:27:44: Und jetzt schreibt ein Mönch namens Jeffrey von Monmouth, seine Historia Regum Britannie.
00:27:55: Und er behauptet ein uraltes valdisisches Buch gefunden zu haben.
00:28:02: Niemand hat es dir gesehen!
00:28:04: Es hat wahrscheinlich auch nie existiert.
00:28:06: Das angebliche Buch war – so muss man's glaube ich sagen – so'n kleiner literarischer Trick um sich selbst eine Art Gütesiegel zu verpassen.
00:28:18: Jeffrey macht aus dem Kriegsführer Arther einen König über ganz Britannien.
00:28:26: Er beschreibt ein Hof, er beschreibt seine Krönung... ...Er erwähnt die Festung Kammerlott und fügt dem Ganzen noch was Schönes dazu, das immer gut wirkt.
00:28:36: Der Zauberer!
00:28:37: Ja eine Zaubernahlin kennen viele.
00:28:40: und er beschreibt eben den König Arthus.
00:28:43: Wir haben es ganz oft gesagt supertyp stark gerecht für einigen Friedensfürst.
00:28:50: alle positiven Eigenschaften, die man einem geben kann.
00:28:52: Die hatte er.
00:28:53: Und Mr.
00:28:54: Monmouth löst damit offenbar eine Lawina aus?
00:28:58: Viele Schriftsteller in Europa entdecken jetzt diesen legendären König Arthus für sich, spiden die Geschichte irgendwie weiter mit ihrer Fantasie.
00:29:07: Da gibt es diesen Chrétien de Trois der baut die Ritalanzelot und Parzival ein auch die Suche nach dem heiligen Graal.
00:29:15: In Deutschland sind's dann Werke von Hartmann von Aue oder der berühmte Parzimal von Wolfram von Eschenbach.
00:29:23: Alle machen Arthos populär.
00:29:25: Der Artus des Mönches Jeffrey Der wird dabei ja am Ende bis zur Unkenntlichkeit zerstört, überdeckt wie immer man es ausdrücken will.
00:29:34: Man darf also glaube ich mit Fug fragen, wem gehört Vergangenheit eigentlich?
00:29:40: dem der sie erzählt oder erfindet?
00:29:43: Oder denen die Sie aufschreiben, die Sie oft Pergament verewigen?
00:29:48: Oder vielleicht auch den Bauern, den Tagelöhnern, die diese Geschichte hier am eigenen Leib Erleben?
00:29:56: Die Geschichte gehört allen, aber natürlich sind die, die sie aufschreiben auch die die Geschichte bestimmen.
00:30:03: Und es wird viel zu wenig in diesen Erzählungen des Mittel oder alle Epochen durch über die Menschen erzählt, die nichts zu sagen haben – die Tagelöhne und die Bauern, die auf den Feldern rackerten, die Märkte, die Dienstbooten.
00:30:20: Alles das ist in der Geschichtsschreibung sozusagen kommt.
00:30:23: nur Unterfahnder liefen vor
00:30:25: Aber jede Generation oder jedes Zeitalter hatte sozusagen seinen eigenen Artus.
00:30:33: Also im Mittelalter ist der von dir gerade beschriebene, der gerechte Starke König.
00:30:37: Dann kommt das viktorianische Zeitalters.
00:30:40: Da wird Artus so eine Art moralisches Vorbild und heute ist er ja mehr die Kategorie Superheld.
00:30:48: Da gehört er zur Popkultur und bedient vielleicht politische Sehnsüchte.
00:30:53: Naja, und dann sind wir in der heutigen Zeit mit unserer Geschichte.
00:30:58: Und du kommst ... In eine Stadt in der heutigen Zeit in Glastonbury, die liegt im Südwesten Englerns.
00:31:06: Dort kannst du heute noch ein Schild finden und lesen.
00:31:10: Da steht drauf hier Liegt König Arthus begraben?
00:31:14: Also doch!
00:31:15: Das hieß ja, dass es ihn doch gegeben hat.
00:31:18: Mönche sollen dort elfhundertneunzig Knochen gefunden haben aber unter uns Können wir offen sagen, guter Tourismus.
00:31:27: Marketing-Gag ja?
00:31:29: Also das Grab und die Skelete gibt's nicht, die sind nicht gefunden
00:31:32: worden.
00:31:32: Ja so ist es.
00:31:34: Damit kommen wir zur Eingangsfrage zurück.
00:31:36: Ist Arthus nur das was wir jetzt gerade geschildert haben der Fiktion ne Projektionsfläche für ein geeintes Britannien?
00:31:44: Was sagt die aktuelle historische Forschung denn dazu?
00:31:47: Und jetzt kommt einer der wichtigsten modernen Arthussforscher.
00:31:52: Übrigens noch ein Jeffrey, nämlich Jeffrey Ash hat eine These aufgestellt die heute von der International Arthurian Society anerkannt ist.
00:32:03: Ihr glaubt nehm ich?
00:32:05: Artus sei sozusagen die literarische Version zweier reale Person Wie haben sie schon mal erwähnt am Anfang?
00:32:14: Nämlich des römischen herfürs Arthorius und des valisisch Römischen Anführers Ambrosius Aurelius.
00:32:25: Das muss man sich aufschauen, kann man kaum aussprechen!
00:32:28: Also für Ash ist entscheidend der Name Arthos taucht im sechsten Jahrhundert überall in Britannien auf, kein besonderer Name bis hinauf in den Norden der Inselner Schottland.
00:32:41: Für ihn lautet deshalb das ist sein Schluss.
00:32:45: Arthoss isst ein Mythos ja aber einer mit einem realen Kern Also, wenn man es genau nimmt mit zwei Kärmen eben Atorius und Ambrosius.
00:33:00: Okay ich versuch das vielleicht mal ein bisschen zusammenzufassen.
00:33:03: also historisch gesehen vermuten einige gelehrte dass die Figur des Arthus einmal auf einem realen Krieger beruhen könnte der im frühen Mittelalter Britannien gegen angelsächsische Invasion verteidigt hat.
00:33:19: Und dann hat sich die Legende weiterentwickelt, immer wieder durch verschiedene literarische Werke und durch weitere britannische Krisen hindurch.
00:33:28: Du hast insbesondere – das muss man glaube ich grausarbeiten – dass eben gibt ein Werk von dem Autor Thomas Mallory.
00:33:37: Das heißt und trägt den Titel Le Mordatür also Der Tod Ahtos.
00:33:42: Das ist erschienen im Jahr fourteenhundertfünfundachtzig.
00:33:46: Und was Mallory macht, er nimmt früher Erzählungen, mischt sagen, valisischen Ursprungs, französen Ursprung und latränische Ursprungen zusammen zu einer neuen Geschichte.
00:34:00: Er macht sozusagen einen literarischen Mix.
00:34:03: Es folgt eine weitere Adaption Literarische, filmische.
00:34:08: Die Artuslegenden zu einer der beständigsten und populärsten Mythologien der westlichen Kultur machten Und das ist bis heute so geblieben Das nicht totzukriegen.
00:34:18: Deswegen konnte dieser Mythos solange überleben und sich erhalten.
00:34:24: Es ist eine gute Geschichte.
00:34:25: es ist eine spannende Geschichte sonst hätte sich wahrscheinlich auch nicht tausend Jahre gehalten.
00:34:30: ja nur weil die geschichte so man gerne hört, liest weil sie so viele Geschichten beinhaltet die wir eben über Hoffnung.
00:34:42: Über einen König der uns ein, der uns beschützt.
00:34:45: es ist sozusagen ein ewiges Versprechen gerade in Zeiten der Angst und Unordnung.
00:34:53: Aber da gibt es ja noch was, du hattest ja vorhin schon Glastbury mit dem angeblichen Grab.
00:35:00: Es gibt aber in Tintagel Castle direkt am Meer in Cornwall wo unser Arthus der Sage nach geboren wurde einen Satz und Schild Artus komme eines Tages zurück um die Welt zu retten.
00:35:16: Ja!
00:35:17: Und da... Verstehst du schon, warum das geschrieben wird?
00:35:20: Das ist ein bisschen Fremdenverkehrswerbung.
00:35:23: Aber vielleicht ist es ja auch Arthus wahres Vermechnis nicht die historische Wahrheit des Entscheidens sondern die Hoffnung und da hilft eine gut erzählte Geschichte immer.
00:35:50: oder literarische Erfindung.
00:35:53: Ein Podcast von Helmut Remsen und Matthias Frank, produziert von Beesburg Berlin.
00:36:02: Weitere Informationen finden Sie auf fakehistory.de.
00:36:08: Fragen und Anregungen sowie Lob- und Kritik gerne per Mail an feedbackatfakehistory .de.
00:36:21: Wir sagen Danke fürs Zuhören!
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