Julius Caesar

Shownotes

Das Bild, das Julius Caesar in seinem Werk "De bello gallico" von sich selbst zeichnet, entspricht nicht den historischen Tatsachen. Die Forschung sieht Caesar heute als einen Feldherrn, dessen Machtbasis in Rom ins Wanken geraten war, während er, weit von Rom entfernt, in Gallien Krieg führte . Das Einzige, was ihm helfen konnte, an der Macht zu bleiben, waren schnelle militärische Erfolge. Unter diesem Zugzwang litt die militärische Planung. Seine Felldzüge waren nicht nur ein Kampf gegen die Gallier, sondern auch einer gegen die Uhr. Caesar musste liefern und schreckte nicht vor Praktiken zurück, die ihn in der heutigen Zeit vor den Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte bringen würden: Dörfer wurden verwüstet, Ernten vernichtet, Menschen, auch Zivilisten, getötet. Es gibt Schätzungen, dass im gallischen Krieg bis zu einer Million Menschen ums Leben kamen. Zurück in Rom will Caesar sich zum gottgleichen Diktator auf Lebenszeit installieren. Aber seine Gegner scheuen nicht vor Tyrannenmord zurück.
Noch heute erzählt Caesars Geschichte viel über die Sehnsucht nach einem starken Mann, der sich an Verfassung, Gesetze und Regeln nicht zu halten braucht, wenn er die Ordnung wiederherstellen will.

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00:00:05: Fake-History.

00:00:04: Lügen, Legenden, Irrtümer der Geschichte mit Helmut Rehmsen und Matthias

00:00:11: Frank Und Matthias?

00:00:15: Welche Lüge knüpfen wir uns heute vor?

00:00:17: Heute würde ich sagen die kennen fast alle und ähnlich viele glauben das.

00:00:23: Dann wird es Zeit sie zu beerdigen

00:00:25: oder zumindest zu zerpflücken.

00:00:33: Titel des heutigen Podcasts César Genialer Feldherrer

00:00:44: Matthias, du hast doch auch großes Latinum weiß ich.

00:00:47: und dann war Debello Gallico garantiert Pflichtlektüre im Lateinunterricht.

00:00:53: Du erinnerst dich an die ersten Worte?

00:00:56: Gallia es omnis Die Visa in Partis drehen unheimlich.

00:01:02: So weit wäre ich auch noch gekommen, ich habe sogar nicht reingekriegt weiß heute nicht mehr wie.

00:01:07: Ich weiß nur noch wir hingen über unseren Büchern haben alles übersetzt Wort für Wort Zeile für Zeile.

00:01:13: am Ende kam zum Teil absurdes raus.

00:01:16: das lag auch so schönen Sachen wie gerundium und gerundivum und aplativus absolutus.

00:01:22: Ich weiß nichts mehr davon, ich weiß nur noch es ging um den großen Feldherrn Cäsar.

00:01:27: Den genialen Strategien dem Mann der Geschichte schrieb

00:01:31: Ja.

00:01:32: aber was wir nicht erfahren haben Was so zwischen den Zahlen zu lesen war?

00:01:37: und niemand hat uns damals gesagt dass wir vielleicht Nicht einfach nur so ein historischen Bericht Lesen so eine Kriegserzählung.

00:01:46: Es ist diese Schrift einer rechtfertigungsschrift eben von César, der für

00:01:52: Tod,

00:01:54: Zerstörung, Versklavung und zwar einen unvorstellbaren Ausmaß verantwortlich war.

00:02:00: Er war ein nimmer Satahäuber – um es mal ganz hart zu sagen – der größte Massenmörder seiner Zeit.

00:02:09: Ein Sadist!

00:02:10: Ein Verräter!

00:02:12: Der heute, wenn wir mal aktuellen Vergleich ziehen wollen vor dem internationalen Strafgerichtshof in den Haag landen würde Da bin ich mir sicher lebenschlänglich bekäme.

00:02:24: Okay, der Mythos Julius Caesar würde heute in den Hach enden aber begonnen hat er bei unserer Schullektüre mit diesen Texten eben der Oberer Gallians ganz brillant, ganz kühlen und vor allem unaufhaltsam ein Schulbuch hält oder?

00:02:40: Ja!

00:02:41: Ein Mann, der Rom zur Welt macht machte.

00:02:45: Er wurde bisschen... paar biografischen Notizen, einhundert vor Christus in Rom geboren.

00:02:51: Er stammt aus einer angesehen, aber jetzt kommen wir nicht so an besonders reichen Patriezefamilie.

00:02:58: Sein Vater war Senator, seine Mutter Aurelia galt als gebildet und

00:03:03: Einflussreich.".

00:03:05: Ja und nachdem Gegner des Diktators Sulla ihn wegen seiner politischen Verbindungen bedrohten musste César zeitweise aus Rom fliehen.

00:03:14: Später machte er dann Karriere.

00:03:16: Er war Redner, Politiker und Feldherr in einer Person bis er schließlich zum mächtigsten Mann Romes aufstiegen.

00:03:24: Helmut

00:03:24: bevor wir jetzt in sein Leben einsteigen machte man eine kurze Einordnung der Zeit als Julius Caesar lebte.

00:03:32: Wie sah Rom aus?

00:03:33: Ja Rom war schon supermacht also die Supermacht der antiken Welt.

00:03:38: es war auch Eine der größten Städte, die größte Metropole kann man sagen.

00:03:43: Vielleicht so eine Million Einwohner.

00:03:46: Die Republik beherrschte große Teile Europas und des Mittelmeerraums war aber innerlich von Machtkämpfen und Bürgerkriegen zerrissen.

00:03:53: also während Caesar Gallien erobertet und zum berühmtesten Feld her an seiner Zeit wurde, zerbrach zugleich eigentlich im heimischen Rom die alte Ordnung.

00:04:03: Ja, ich muss es noch mal auf die Gefahr hin.

00:04:06: Dass sie mich wiederhole nochmal vertiefen dieser Mann der eben als genialer Staatsmann glorifiziert wird war ein skrupelloser Machtpolitiker und das erinnert mich ein bisschen an Trump.

00:04:20: wenig wie die Vicky einen Satz mit Ausrufe zeigen Er kommt, er sieht und er siegt heißt aber übersetzte unterwürfte Welt.

00:04:33: Deshalb sollten wir uns fragen, wer erzählt eigentlich diese Geschichte?

00:04:38: Und warum erzählte die?

00:04:39: mit welcher Absicht.

00:04:41: Er hat sich ja selbst erzählt in Debello Gallico und wenn wir über diesen gallischen Krieg sprechen dann sollten wir ihm vielleicht weniger als so eine stringente militärische Erfolgsgeschichte lesen sondern als ein Gefläch aus sehr unterschiedlichen Kleingeschichten Aber auch aus Zeitdruck, aus ganz viel Improvisation.

00:05:07: Und weil er es halt selbst geschrieben hat natürlich aus Selbstdarstellung.

00:05:10: Ja und was du sagst das widerspricht da eigentlich dem Bild dass wir eben aus der Schule kennen.

00:05:17: dort erscheint ja César immer als souveräner Feldherrte von Sieg zu Sieg schreitet und allen Erfolg nachdem anderen einheimst.

00:05:26: Ja genau dieses Bild ist ziemlich problematisch.

00:05:30: César ist in seinem eigenen Bericht nicht nur Beobachter, sondern eben selbst Akteur.

00:05:35: Akteuer der Gewalt und gewisser Weise ein Unternehmer dieser Gewalt.

00:05:40: vor allem ist aber jemand wie ich das verstehe, der permanent unter zeitlichen Zwängen handelt also echten Getriebenen.

00:05:47: Ja denn Césars deswegen wurde spitz auf die Zeit.

00:05:50: dann führt eben nicht nur den Krieg gegen die Gall ja?

00:05:54: Sondern auch gegen die Uhr Denn jeder Sieg stärkte seine Macht in Rom.

00:05:59: doch sobald seine Feldzüge dann eben beendet waren erfolgreich, drohten ihm politische Prozesse und der Machtverlust.

00:06:07: Das heißt in Rom gab es enorme Gegnerschaft César zu stürzen ihn von dieser großen Machtposition herunterzukippeln.

00:06:15: also das war das Problem.

00:06:16: er war einem innerpolitischen Konflikt und gleichzeitig außenpolitisch siegreich.

00:06:21: Warum muss ich jetzt die ganze Zeit am Benjamin Netanyahu denken?

00:06:25: Da gibt es gewisse Parallelen, glaube ich.

00:06:27: Aber hinzu kommt ja auch das sein... Ich glaube, dass hieß pro Konsulat diese Funktionen, die er hatte Das war befristet, also die Feldzüge mussten sich möglichst nach den Jahreszeiten richten.

00:06:41: Versorgung wie Nachschub waren da über enorme Distanzen zu organisieren und das hat sie natürlich zusätzlich unter Zeitdruck gesetzt.

00:06:48: Genau dieser innenpolitische Druck setzte ihn so unter Zeit druck und diesen Druck kannte natürlich die gallischen Truppen nicht, die hatten das Problem nicht in Rom

00:06:56: Genau, und die kannten natürlich das Terrain.

00:06:58: Es war ihre Heimat.

00:07:00: sie konnten sich zurückziehen Sie konnten Zeit gewinnen flexibel reagieren.

00:07:05: César dagegen war unbedingt auf schnelle Entscheidung schnellesiege sichtbare Erfolge aus.

00:07:11: Ja

00:07:11: deswegen war es in Krieg auch ein Kampf um die zeit.

00:07:14: Das ist so

00:07:15: für so.

00:07:15: Absolut.

00:07:16: ja Césars hat versucht den Nachteil durch Tempo auszugleichen.

00:07:21: Es ist die Rede von Gewaltmärchen.

00:07:24: Es wurden überraschende Vorstöße vorgenommen, der schnelle Brückenbau über den Rhein sollte die Eroberung beschleunigen und den Gegner möglichst unter Druck setzen.

00:07:35: Heute würde man sagen er hat die Geschwindigkeit quasi als Waffe zusätzlich eingesetzt?

00:07:40: Ja also so überfallartig militärisch auf der einen Seite, aber psychologisch hat das natürlich auch eine Wirkung.

00:07:49: Diese fast demonstrative Schnelligkeit die sollte den Gegner natürlich einschüchtern und in Angst und Schränken versetzen.

00:07:56: César war mit Sicherheit auch ein genialer Strategie.

00:08:01: er studierte die Stellungen und Taktiken der Gallia ihre Gewohnheiten, ihre sozialen Strukturen und gleichzeitig fragt man sich ob eben Diese spektakulären, schnellen Blitzschnellen Aktion nicht auch am Ende so ein Zeichen von Überforderungen waren.

00:08:18: Ja es gibt Anzeichen dafür.

00:08:21: also solche Aktionen könnten auch dazu gedient haben die strukturellen Probleme und den permanenten Zeitdruck irgendwie zu übertünchen.

00:08:30: Um mal eine Plattitüte zu sagen, er konnte ja nicht überall gleichzeitig sein?

00:08:34: Das konnte selbst César nicht und deshalb delegierte er auch vieles an Unterbefehlzhaber konzentrierte sich auf die wichtigen Orte, die ist strategisch entscheidenden.

00:08:46: Seine eigenen Bewegungen zeigen dabei wirklich eine klare Priorisierung.

00:08:50: Also der hat sich schon in Liste gemacht, was zuerst kam und was zuletzt.

00:08:54: Wenn wir das jetzt von heute aus betrachten dann wirkt der Krieg gegen die Gallia im Rückblick trotz alledem erstaunlich geschlossen und sehr geplant?

00:09:05: Ja ja und nein also das liegt natürlich vor allem an Cesar's eigener Darstellung.

00:09:10: Er ordnet die Ereignisse schön zu einer logischen Erzählung.

00:09:13: tatsächlich spricht aber doch einiges dafür dass er oft eher reagierte, als dass er langfristig planen

00:09:19: konnte.

00:09:19: Also es war eher wenn ich dir richtig zugehört habe kein Masterplan sondern eben eine Folge seiner eigenen Reaktion auf das was ihm vorgesetzt wurde.

00:09:28: Aktion,

00:09:29: Reaktionen immer hin und her.

00:09:31: also der gallische Krieg könnte im Nachhinein eigentlich stärker als zusammenhängende Geschichte konstruiert worden sein als erst in der Realität der damaligen Zeit tatsächlich war.

00:09:42: Aber es gab natürlich auch bei den Gallian-Problemen, gesellschaftliche Probleme.

00:09:46: Es gab den Gegensatz zwischen den germanischen Aristokraten und dem gewöhnlichen Volk.

00:09:52: Und das hat César der Schlaufung schamlos ausgenutzt.

00:09:56: Er loggt ums mal etwas bildhaft zu sagen mit Zucker und zückt dann die Peitsche.

00:10:03: Er kämpft, er lügt übertreibt, er heuchelt ... Und trotzdem er sicht und sicht.

00:10:09: Es

00:10:10: ist auch ganz interessant, dass wir in seinem Bericht ja nirgendwo erfahren, wann er überhaupt die vollständige Eroberung Gallions geplant hat und ins Auge gefasst hat.

00:10:22: Das Ziel erscheint eher so indirekt entwickelt sich eigentlich erst im Verlauf der Darstellung.

00:10:29: Ein heikler Punkt bei dieser Betrachtung ist der Aspekt der Gewalt gegenüber der Zivilbevölkerung.

00:10:36: Ja, ganz finsteres Kapitel.

00:10:39: Die Quellen berichten wiederholt von Plünderungen, von Zerstörungen und von Massakern.

00:10:45: Und diese Gewalt war keineswegs nur das Ergebnis einer unkontrollierten Eskalation sondern ganz häufig sehr bewusst eingesetzt.

00:10:53: also du hast Trump vorhin erwähnt die Amerikaner würden Schock and awe sagen.

00:11:01: Wenn man heute machen, die Bevölkerung auch bei den Bombardements im Terran kann man als aktuelles Beispiel heranziehen.

00:11:08: Es geht um Einschüchterung und Umbrechung von Widerstand.

00:11:11: Neue Forschungen zeigen ja auch dass solche Maßnahmen oft genau dann ergriffen wurden wenn die römischen Truppen mit dem Kampfweisen ihrer Gegner irgendwie nicht zurechtgekommen sind.

00:11:21: Die Gewalt war somit auch immer ein Ausdruck von Frustration oder von Überforderung

00:11:27: Und immer ist diese Einsatz von massiver Gewalt ein Mittel, den eigenen Erfolg zu sichern.

00:11:32: Auch das gilt für heute oder zumindest den Eindruck zu erwecken die Kontrolle aufrechtzuhalten.

00:11:38: Ich glaube, besonders am Ende des Krieges wird die Fragilität der Situation besonders deutlich bei der Belagerung von Alésia.

00:11:48: Die Wissenschaft ist sich weitgehend einig, dass das die französische Stadt Alice Saint-Ren im Osten Frankreichs nicht weit von Dijon entfernt.

00:11:57: Ja

00:11:57: und dort eben in dieser kältischen Hügelfestung sollte sich das Schicksal Galiens im Jahr twoinfünfzig vor Christus entscheiden Denn dort waren die Römer sozusagen in einen zwei Frontenkampf ausgesetzt.

00:12:13: Ja genau, sie mussten gleichzeitig die eingeschlossenen in der Festung kontrollieren und dann noch ein anrückendes Ersatz herabwehren also zwei Frontenkrieg.

00:12:23: Die Lage war sehr prekär

00:12:25: Und dennoch überraschen kam es nicht zu einer erwarteten Eskalation.

00:12:30: Das irritiert.

00:12:31: Ja, das Ersatz her der Gallier verhielt sich zeitweise überraschend passiv.

00:12:36: eine mögliche Erklärung der Historiker.

00:12:39: Es gab damals einen Mondfinsternis und die wurde offenbar religiös gedeutet von den Galliern und die Hiltteile der Truppen offenbar vom Kampf ab.

00:12:51: Man kann sagen, es war ein himmlischer Zufall!

00:12:54: Gut formuliert und ein Aspekt den Caesar in seinem Bericht nicht erwähnt.

00:12:59: Würde das zutreffen, dann würde dass den Eindruck seines vollständig kontrollierten planvollen Sieges natürlich relativieren?

00:13:07: Ja!

00:13:08: Und das führt jetzt zu einer eher grundsätzlichen Frage wie viel von dem was wir über den Gallischen Krieg erfahren und wissen ist Ergebnis von Beschönigung Und wie viel ist wirklich historische Realität?

00:13:24: Ich glaube, das ist auch für Historiker eine echte Herausforderung.

00:13:28: Cäsars Bericht ist einmal ne wichtige Quelle Aber zugleich ist es eben ein Text mit einer klaren politischen Funktion.

00:13:36: Er musste irgendwie plausibel sein aber er ist nicht frei von einer Selbstinszenierung.

00:13:42: Dann

00:13:42: kann man sagen, dass es nicht in reiner Kriegsbericht sondern vielleicht so etwas wie ein literarisches Konstrukt.

00:13:49: Ja, ein Konstrukt das Ordnung in eine Vielzahl von unvorhersehbaren unsicheren Ereignissen bringt und damit am Ende das Bild eines Feldern erzeugen soll der immer die Kontrolle hatte über Zeitraum und das Gesamtgeschehen.

00:14:03: Heute würden wir vielleicht sagen kein reines Kriegsbericht sondern reine Kriegspropaganda.

00:14:09: auch das erleben wir täglich.

00:14:12: CSR schreibt ja über sich selbst und dass in der dritten Person als wäre er nicht der Handelte sondern eben die Figur.

00:14:20: Ein Held, unfehlbar und vor allem zivilisiert und kein

00:14:25: Massenmörder.".

00:14:26: Der Begriff gab es noch nicht aber heute würden wir von einem antiken Spindoktor sprechen und seinen Narrativ legitimiert.

00:14:34: Gewalt rechtfertigt Expansion und das lässt diesen Mann größer erscheinen als er vielleicht tatsächlich war?

00:14:41: Ja denn wenn wir hinter diese Fassade schauen dann sehen wir eben Strategie, womöglich auch durchgeführt durch ein Genie.

00:14:51: Sondern vor allem einen Krieg der immerhin acht Jahre lang taunte.

00:14:56: Ja, vor allen Dingen wird Gallien natürlich nicht befriedet in Anführungsstrichen.

00:15:01: Gallien wird schlicht verwüstet da werden Dörfer niedergebrannt Da werden Ernten zerstört da werden Menschen vertrieben fast klafft und auch umgebracht.

00:15:11: ja Und dann kommt wieder sein geniestreiche dazu er spielt die Stämme gegeneinander aus.

00:15:17: Zeserstivise lautet auf Latein, DVD et

00:15:21: imper.

00:15:23: Teile und Herche oder vielleicht ehrlicher Teile-und Vernichte.

00:15:29: Der römische Autor Plinius der Ältere Der spricht sehr viel später von über einer Million Toten und ebensoviel versklavten eine Million.

00:15:39: Das muss man sich mal überlegen.

00:15:41: zur damaligen Zeit, also das wäre so etwa die Einwohnerzahl Roms gewesen.

00:15:46: Wenn diese Zahl auch nur annähernd stimmt dann sprechen wir hier nicht nur von irgendeinem Feld zu.

00:15:51: Nee!

00:15:52: Dann sprechen wir ja auch nicht von irgendem Geld sondern vor einem Vernichtungskrieg.

00:15:55: Das ist der Punkt der im Schulunterricht jetzt kommen wir in den Anfang zurück fehlt.

00:16:00: Wir lernten die Grammatik, du hast es erwähnt.

00:16:03: Gerundium-Gerundivum.

00:16:05: Aplativus absolutus!

00:16:06: Wir lernte Stilmittel aber wir lernten nicht was diese Sätze bedeuten.

00:16:11: Nicht weil sich für die Menschen Bedeuteten die darunter letten.

00:16:16: Und dann bringen wir mal einen Namen ins Spiel den vermutlich viele kennen.

00:16:21: Werzingetorix.

00:16:22: der Anführer der Gallia das war wirklich eine der wenigen Figuren die Cesar wirklich gefährlich wurden.

00:16:30: Und dieser Werzengetrugs ergibt sichwerte schon erwähnt in Alesia.

00:16:35: Das war ein dramatischer Moment, aber was dann folgt ist kein Akt der Größe sondern eher ein Akt brutaler Machtdemonstration Césarus.

00:16:45: Ja

00:16:46: allerdings sieht man den Werzen getrugs wird sechs Jahre in Gefangenschaft gehalten Erwartet sechs Jahre auf den wahrscheinlichen Tod Und vorher wird er dann noch im Triumphzug durch Rom geführt wie so eine Trophäe.

00:17:00: Ja, gedemütigt zur Schau gestellt und das schon angedeutet anschließend hingerichtet.

00:17:08: Ja wirklich ein barbarisches Schauspiel.

00:17:11: Ein Ritual, das aber auch zeigt, so endet jeder der sich dem großen Zäser widersetzt und entgegenstellt.

00:17:18: Also jetzt mal Strich drunter.

00:17:19: genug Schlachtgesänge, der Kriegserzählung und des Blutvergießens.

00:17:25: Wir müssen wenn wir von César reden und sprechen noch eine Geschichte mit Cleopatra und Césara erzählen.

00:17:31: Mein liebes Geschichte!

00:17:33: Sie war einer der faszinierendsten Figuren der Antike und gleichzeitig eine der am meisten verzerrt dargestellten Personen.

00:17:41: Ja, ich glaube sie wird meistens reduziert auf ihre Schönheit.

00:17:46: Auf ihre Verführungskünste.

00:17:48: Auf das Märchenhafte, dass sie umgab.

00:17:51: In Wirklichkeit war sie wohl eher eine ziemlich intelligente sehr strategisch denkende Herrscherin die versucht hat ihr Reich in aller Zeit massiver Umbrüche irgendwie zu stabilisieren.

00:18:03: Ja.

00:18:04: Cleopatra war die Tochter des ägyptischen Fahreros Ptolemaios im Zwölften.

00:18:11: Schon seit überdraner Jahren war die Familie, die übrigens deswegen aus dem Namen hört man schon ursprünglich.

00:18:17: Aus Griechenland stammte in den Ägypten an der Macht und in diesen drei Jahrhunderten konnte keiner der Herrscher der ägyptische Sprache sprechen – erst Klo Patron.

00:18:27: Eine Gebildung zum Frauen sagt es gerade ihre Zeit beherrschte.

00:18:31: mehrere Sprachen fließen darunter selbstverständlich auch

00:18:35: ägyptisch.".

00:18:37: Dann starb der Vater und Cleopatra musste, so sah es seinen Testament vor, ihrem Bruder heiraten um mit ihm dann zusammen das Land zu regieren.

00:18:47: So war das damals Bolsette in Ägypten im Jahr einundfünfzig vor Christus.

00:18:52: Cleopatra hatte ja viel vor mit diesem ägyptischen Reich.

00:18:56: sie wollte die Grenzen wenn möglich erweitern.

00:18:59: Sie wollte sich mit den römischen Nachbarn verbünden damit aus diesen beiden Gebieten ein großes Mächtiges werden konnte.

00:19:07: Ihr Bruder und eben auch ihr Ehemann Ptolemaeus, der Dreizehnte war allerdings anderer Meinung.

00:19:14: er wollte Cleopatra loswerden.

00:19:16: Und was macht man in einem solchen Fall?

00:19:19: Man schickt die Frau weg In diesem fall nach Syrien ins Exil

00:19:23: Naja also der Machtwille der Pharaon.

00:19:28: damals kann man es glaube ich sagen so ausgeprägt, dass sie eben nicht einmal davor zurück schreckten ihre eigenen Familienmitglieder zu ermorden oder eben wie du sagtest ins Exil zu schicken.

00:19:40: Ohne seine Schwester Cleopatra hätte er seine Herrschaft ungeschlärt durchsetzen können.

00:19:45: Ja, aber da war ja bei Cleopatran die falsche geraten.

00:19:49: Sie kämpfte sie hat Truppen aufgestellt um nach Ägypten zurückzukehren und ihren Bruder am Ende zu besiegen Und dann traht César auf dem Plan.

00:19:58: So ist es!

00:20:00: Césara unterstützte Cleopatre.

00:20:02: Wir reden jetzt von den Jahren forty-seven vor Christus im ägyptischen Thronstreit gegen ihrem Bruder Ptolemaios

00:20:11: XIII.,

00:20:12: sozusagen um eine stabile, pro-römische Herrschaft in Ägypten zu sichern.

00:20:18: Und das reiche Land – das darf man nicht vergessen – als Kornkammer Romes

00:20:23: zu

00:20:24: kontrollieren.".

00:20:25: Und dann kommt César Fell In Love with her!

00:20:28: Er war fasziniert von ihrer Schönheit, ihrem Ehrgeiz wie so viele andere auch?

00:20:33: Ja und er erklärte dann Ruck zuckt, das Testament des verstorbenen Ptolemais im Zwölften fuhr ungültig.

00:20:42: Beide Geschwister sollten gemeinsam herrschen aber nicht mehr verheiratet sein.

00:20:46: damit war der Weg für Cesar frei.

00:20:49: Eigentlich hätte ich sagen können Mischen komplitet.

00:20:51: Der Auftrag ist erfüllt Aber er blieb und aus dieser Verbindung ging im Jahr siebenundvierzig vor Christus ein Sohn hervor Cesarion was man wohl mit der kleine Caesar besetzen kann.

00:21:04: Ja Cleopatra folgte César später nach Raum, in der Hoffnung an seiner Seite ein Weltreich zu formen.

00:21:12: Und hat er sie geheiratet?

00:21:14: Nee, er hat ziemlich geharrtet und er hat auch ihren Sohn den gemeinsamen Sohn nicht als Drohnenfolge anerkannt.

00:21:21: Also die Liaison mit Cleopatra war... mindestens keine reine Liebesgeschichte.

00:21:25: Na ja, sie war eher so.

00:21:26: ein Bündnis ist doch klar.

00:21:28: es war Geopolitik das war Machtpolitik.

00:21:30: zwei Herrscher die ihre Interessen verfolgten in einer Welt voller Gewalt und Instabilität.

00:21:38: Aber Cleoprata hatte schon diesen Machtwillen.

00:21:41: Sie wollte über die antike Welt als Königin herrschen Und Octavian, den späteren Kaiser Augustus, dem beeindruckten weder ihre Abstammung noch ihre Schönheit.

00:21:52: Sie wurde später Opfer der Propaganda durch Augustus und aus der klugen Herrscherin wurde dann die exotische Verführung.

00:22:01: Naja dieses Bild hat man ebenso geformt dass diese exotischen Führerin entstand.

00:22:07: sie wurde ja sogar um mal einen härteren Begriff einzuführen als frure Romes bezeichnet.

00:22:12: Ein weiteres Beispiel dafür, dass eben die Geschichte von Siegern geschrieben wird.

00:22:18: Es ist einer der wichtigsten Tage im Leben des römischen Feldherren Gaius Julius Caesar als er am zehnten Januar n.a.

00:22:27: vor Christus mit seinen Soldaten am Ufer des kleinen Flüssiens Rubicon steht.

00:22:31: Du hast es schon eingangs erwähnt in Rom herrschten damals chaotische Zustände.

00:22:36: Der Senat hatte César aufgefordert, seine Legionen und damit seine gesamte militärische Macht abzugeben.

00:22:43: Nur dann sei der Weg frei für eine weitere Kandidatur für das Abend des Konsuls.

00:22:49: Und ja du hast es gesagt er Rubicon kleiner Fluss in Norditalien In der Nähe von Ravenna mündet er in die Adria und dank kam es zu diesem berühmten Satz.

00:22:58: Der womöglich gar nicht gefallen ist!

00:23:05: Der Wirfel ist gefallen.

00:23:08: Das soll er im Jahre neunnevierzig vor Christus gesagt haben, bevor er eben mit seinen Truppen den Rubikon

00:23:15: überschritt.".

00:23:16: Ja und dieses Überschreiten ... Das war klar, dass würde im römischen Senat als Kriegserklärung gegen die Römische Republik verstanden werden.

00:23:25: So wollte es eine althergebrachte Regel.

00:23:28: Caesar ging trotzdem dieses Risiko ein weil er einen Prozess gegen sich politisch nicht überstanden hätte.

00:23:35: Er musste all in gehen und dann hat er mit fünf tausend Soldaten den Rubikron überquert und zog nach Rom wo unmittelbar nach bekannt werden seine Aktionen die meisten seiner impolischen Gegner, Flüchteten und von Griechenland aus dann merkwürdigerweise den Widerstand gegen ihn organisieren wollten.

00:23:56: Er war auf dem Weg nach oben!

00:23:58: Das war

00:23:58: doch der absolute Griff nach der Macht nicht?

00:24:00: Der Beginn eines Bürgerkrieges auch?

00:24:03: Römer kämpften gegen Röme, César gegen Pompeius und Zizero... Es ist das Ende der römischen

00:24:09: Republik?!

00:24:10: Ja du sagst es Caesar steigert seine Herrschaft in atemberaubendem Tempo.

00:24:16: Und am Ende ist der Diktator auf Lebenszeit und lässt sich wie ein Gott verehren, genau das wird ihm zum

00:24:24: Verhängnis.".

00:24:25: Ja, dass mit dem Gott akzeptieren die nämlich überhaupt nicht!

00:24:28: Für seine Gegner ist er eindeutig nur ein Tyrann.

00:24:32: und sie sehen nur noch einen Ausweg, nämlich Gewalt um die Republik zu retten.

00:24:37: Ja, und wir schreiben die Iden des März, vierundvierzig vor Christus.

00:24:41: Caesar wird im Senat ermordet von Verschwörern, darunter einer den Namen die meisten kennen Brutus der den Namen Zitzer gerufen haben soll in dem Moment also den Dolch in Caesars Brustborte.

00:24:59: Das war ein Akt, der als Rettung der Republik gilt.

00:25:02: Aber es war auch ein Akt der Verzweiflung.

00:25:05: Julius Caesar strebte einen zentralisierten autoritären Einheitsstaat an, der die schwache römische Republik durch eine effiziente Diktatur ersetzen sollte, kann man so sagen?

00:25:18: Ja und diese Idee war mit seinem Tod ja nicht ausgerottet.

00:25:22: vielleicht liegt darin die eigentliche Tragik dass ein System so aus dem Gleichgewichtgerät das Gewalt als einziger Ausweg erscheint.

00:25:32: Und trotzdem fasziniert uns César ja bis heute, warum eigentlich?

00:25:36: Was macht die Faszination

00:25:38: raus?

00:25:38: Warte mal!

00:25:39: Weil der Vermacht steht für Durchsetzungskraft quasi für den starken Mann.

00:25:45: Da wird es ja genau gefährlich eigentlich, denn diese Faszination ist nicht nur historisch, sie ist politisch hochaktuell.

00:25:53: Ja und deswegen berufen sich heute aktuell Bewegungen auf Rom, auf César.

00:25:59: Die Magerbewegung in den USA etwa oder Teile der New Right?

00:26:04: Ja die feiern die Vorstellung des starken Führers, der Regeln außer Kraft setzen kann oder für den bestimmten Regeln gar nicht gelten wenn man Ordnung damit schaffen wird.

00:26:15: und dann kursiert ein Begriff wie Red Caesar.

00:26:19: Naja

00:26:19: und dieser Rote Cäsar ist eben längst ein politisches Schlagwort, aus dem rechtspopulistischen Umfeld besonders in den USA geworden.

00:26:29: Das eben einen autoritären Führer beschreibt.

00:26:33: der Verfassungsnormenbericht um die Ordnung wiederherzustellen.

00:26:38: Und jetzt mal eine Preisfrage.

00:26:39: Wer fällt dir denn da aktuell ein?

00:26:42: Es gibt sogar einen Foto, ich weiß gar nicht ob es von ihm selbst ist oder ob sie jemand anders gemacht hat.

00:26:48: Donald

00:26:49: Trump als Caesar inszeniert.

00:26:51: Kai wahrscheinlich!

00:26:52: Aber damit will er natürlich dieses bewusste Bild von Stärke setzen noch.

00:26:56: Ja wobei er wahrscheinlich kurz dann ausblendet wie Caesar geändert hat.

00:27:03: Der wurde hier ermordet.

00:27:06: Das führen wir jetzt nicht weiter aus.

00:27:09: Ein Detail auf jeden Fall, dass er nicht in seiner Rativ passen dürfte?

00:27:12: Genau und genau da liegt das Problem denn die Geschichte wird vereinfacht sie wird instrumentalisiert.

00:27:19: César war kein Held, er war einfach ein Bösewicht!

00:27:24: Einen Mann durch den über eine Million Menschen ihr Leben verloren haben, dessen Geschichte zeigt wie Engrom und Gewalt, Genie und Zerstörung Ja, am Ende machte Moral miteinander verknüpft sind.

00:28:10: Fragen und Anregungen

00:28:11: sowie Lob- und Kritik gerne per Mail an feedbackatfakehistory.de.

00:28:24: Wir sagen Danke fürs Zuhören!

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